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Herausragende Sage Koochee
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Shir Khan
Es ist kein Zufall, dass Shir Khan als erster Hund in dieser Rubrik Erwähnung findet. Es konnte schon deshalb nicht anders sein, weil das erste Erscheinen dieser Rubrik mit Shir Khans 10. Geburtstag zusammen fiel. Leider verstarb Shir Khan kurz vor der Vollendung seines 11. Lebensjahres.

| Familienähnlichkeit: Unsere Bam Bam mit ihrem Wurfbruder (Afghanistan-Import Ghaleb x Zuhra) und Shir Khan im Hintergrund. (Eigentümer der Rüden sind uns bekannt.) © U. Ratzke |
Als ich im Jahr 2002 auf Rasaq Qadiries Internetseite ein Foto von Shir Khan sah, war ich begeistert. So muss ein Sage Koochee aussehen! Meine Begeisterung wuchs noch, als ich ihn zum ersten Mal persönlich kennenlernen durfte. Es war eine Freude, ihn gemeinsam mit den Kindern seiner Schwester Zuhra und mit seiner Halbschwester Samand (Leia x Torogh) spielen zu sehen. Ein besonderes Erlebnis war es dann, ihn mit seiner damals bereits über 11 Jahre alten Großmutter Kutschi erleben zu dürfen.
Seine Dynamik, sein harmonischer Körperbau und insbesondere sein Wesen machen ihn zu einem Ausnahmehund. Auch heute noch, nachdem ich auf unseren Afghanistan-Reisen weit über 200 hervorragende Sage Koochee Rüden gesehen habe, gehört Shir Khan noch immer zu meinen 20 Favoriten. Wer sich ein wenig über die Rasse informiert hat und in seinem Leben schon mehr als drei oder vier erwachsene Sage Koochee Rüden gesehen hat, versteht, dass es unter diesen Favoriten keine Nummer Eins und keine Nummer Zwanzig geben kann. Dazu gibt es zu viele Typen, die sich z. B. in Kopfform und Körperbau deutlich unterscheiden. Obwohl ich Steppentypen bevorzuge und Hunde vom "Shir Khan"-Typ besonders liebe, würde ich niemals z. B. einen prächtigen und beweglichen Bergtypen als weniger gut einstufen. Die Hunde, die ich persönlich mit Shir Khan auf eine Stufe stelle, haben zwar im Gegensatz zu ihm aktiv als Herdenschützer gearbeitet, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass er diese Aufgabe ebenso effektiv erfüllt hätte.

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Er war das Produkt einer durchdachten Linie, so wie es schon seine in vielerlei Hinsicht überragende Mutter Leia war. Diese war von Rasaq Qadirie aus Kutschi und Gordji gezüchtet worden und für Leias Wurf bei Ronald Guldenschuh wählte Herr Qadirie den idealen Rüden in Afghanistan aus: Khal. Diesen brachte er dann vor gut 14 Jahren, man kann wirklich sagen unter Lebensgefahr (man beachte die Zeit), nach Frankreich zu Herrn Guldenschuh. Das Ergebnis seiner Bemühungen, Shir Khan, war jede Anstrengung wert.

| Rasaq Qadiries Zuhra mit Welpen von Ghaleb © U. Ratzke |
Leider war es dem Ausnahme-Rüden Shir Khan nicht vergönnt, Nachwuchs zu haben. Glücklicherweise traf dieses auf seine Schwester Zuhra, die praktisch sein weibliches Spiegelbild war, nicht zu. Sie hatte Ende 2002 einen Wurf. Ihr Besitzer, Rasaq Qadirie, hatte hierfür einen Rüden aus Nordafghanistan, der aus der hervorragenden Arbeitshunde-Linie eines Stammesfürsten und Großgrundbesitzers stammte, geholt: Ghaleb. Ghaleb hätte auf einer westlichen Hundeausstellung sicherlich keinen „Blumentopf“ gewonnen. Viele „Experten“, verblendet durch das Erscheinungsbild der modernen Centralasiaten, waren und sind nicht in der Lage sein Potential zu erkennen. Jeder, der diesen Hund wirklich persönlich ausgiebig kennenlernen und erleben durfte, erkannte was ihn ausmachte und war begeistert von seiner Schnelligkeit, seiner Beweglichkeit und nicht zuletzt von seinem Wesen, das so typisch für aktiv arbeitende Herdenschutzhunde ist. Nachfahren von ihm arbeiten heute erfolgreich an Schafherden in Nordafghanistan, wie es schon seine Vorfahren getan haben.

| Ghaleb, mit knapp 2 Jahren noch längst nicht am Ende seiner körperlichen Entwicklung © Sage-Koochee.de |
Er selbst lebt bereits seit Jahren wieder in seinem Heimatland bei einem afghanischen Bauunternehmer, der ihn sehnlichst erwartet hatte.
Zuhras und Ghalebs Nachfahren sind heute wichtige Bestandteile von Ronald Guldenschuhs Zucht.
Shir Khans Eigentümer können sich glücklich schätzen, einen Sohn dieses Zuchtpaares ihr Eigen nennen zu dürfen.

| Bam Bams Kinder, Rüde und Hündin im vollen Lauf (ca. 11 Monate alt) © J. Heinze |
Bei aller gebotenen Bescheidenheit soll auch unsere Bam Bam nicht vergessen werden, die ihrer Mutter Zuhra überaus ähnlich sieht und vor zwei Jahren mit dem Afghanistan-Import Capar Welpen haben durfte. Shir Khans Gene leben somit in den Nachkommen seiner Schwester Zuhra weiter. Ein Grund zur Hoffnung!

| Djangy im Alter von knapp 2 Jahren. Dieser über 80 cm große Rüde ist ein Enkel von Zuhra und Ghaleb. © Sage-Koochee.de | Auch Tufan, hier im Alter von erst 2 Jahren, ist ein Nachfahre von Zuhra und Ghaleb © Sage-Koochee.de |
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